Produkttests vs. Marketing-Tests: Marketing-Seitentests ändern Inhalte oder Gestaltung einer Webseite.; Produkttests verändern Funktionen oder Regeln im Anwendungscode.; Die Kennzahl muss passend zum Ziel und der Änderung gewählt werden.
Bild: Martechblick

Softwarevergleich

Teil von Experimentierplattformen

Produkttests und Marketing-Seitentests unterscheiden

Produkt- und Marketing-Seitentests nach Änderung, Umsetzung und Messweg unterscheiden.

Ein Marketing-Seitentest verändert Inhalte oder Gestaltung einer Webseite, ein Produkttest eine Funktion oder Regel der Anwendung. Beide können A/B-Tests sein. Für die Werkzeugwahl zählen der Ort der Änderung, die Verantwortung für die Auslieferung und der Weg zum Ergebnis.

Wo entsteht die Variante?

Bei einer Kampagnenseite kann ein Team zwei Überschriften vergleichen. Ein visueller Editor kann die Textänderung ermöglichen. Das Team muss prüfen, auf welchen Seiten und zu welchem Zeitpunkt die Variante erscheint, besonders wenn Inhalte dynamisch geladen werden. Eine passende Kennzahl ist vor dem Start festzulegen.

Bei einer neuen Sortierregel im Onlineshop liegt die Änderung im Produktcode. Eine Flag-Entscheidung kann steuern, welche Regel für eine Kennung gilt. Das Entwicklungsteam setzt beide Varianten um und braucht einen Weg, die Änderung bei Problemen zurückzunehmen. Eine gezielte Flag-Auslieferung ist noch kein Experiment mit Ergebnissen: Bei Optimizely erfordert die Wirkungsmessung dafür einen gesondert eingerichteten Test.

FrageMarketing-SeitentestProdukttest
Was ändert sich?Seiteninhalt oder DarstellungVerhalten einer Funktion oder Regel
Wo wird geändert?Im Web- oder SeitenkontextIm Anwendungscode
Wer ist beteiligt?Webteam, je nach Eingriff auch EntwicklungProduktteam und Entwicklung
Was muss gemessen werden?Ein zum Seitenziel passendes EreignisNutzung und Ergebnis der geänderten Funktion

Die Grenze ist praktisch, nicht technisch fest. Eine Checkout-Seite kann Text und Produktlogik enthalten. Ordnen Sie den Test nach der Änderung ein, die umgesetzt und verantwortet werden muss.

Wie wird das Ergebnis zugerechnet?

Ein Klick auf einer Seite ist nur dann eine gute Hauptkennzahl, wenn er die beabsichtigte Wirkung ausreichend abbildet. Liegt das Ergebnis später im CRM oder nach einer Anmeldung, müssen Kennung und Ereignis über diesen Weg zusammenpassen.

Bei Produktfunktionen kann eine Person eine Variantenentscheidung erhalten, ohne die Funktion anschließend zu nutzen. In Optimizely Feature Experimentation entsteht die dokumentierte Impression durch das Entscheidungsereignis, auch bei einer ausgeschalteten Variante. Prüfen Sie daher, was der Bericht tatsächlich zählt.

Legen Sie die Auswertung nach zugeordneten Personen vorab fest; eine zusätzliche Betrachtung tatsächlicher Nutzung beantwortet eine andere Frage und kann den Vergleich verzerren, wenn die Nutzung selbst von der Variante beeinflusst wird.

Welcher Test ist der richtige Einstieg?

Ein Seitentest passt, wenn die Änderung im Webteam sicher umgesetzt werden kann und das Ergebnis auf dem geplanten Weg messbar ist. Ein Produkttest passt, wenn eine Funktion oder Regel verändert wird und die Anwendung über Auslieferung und Rücknahme entscheiden muss.

Beschreiben Sie in beiden Fällen Variante, Zielgruppe, Hauptkennzahl und möglichen Schaden. So wird sichtbar, welche Plattformfunktionen benötigt werden und welche Daten oder Implementierungen zuerst fehlen.

Mehr aus Softwarevergleich

Sicherheit

Datenschutzfunktionen einer Testplattform bewerten

Datenschutzfunktionen einer Testplattform anhand von Endgerätezugriffen, Datenflüssen, Widerruf und Anbieterunterlagen prüfen.

Softwarevergleich

Anbieter mit einem einheitlichen Szenario testen

Ein einheitlicher Vorführfall macht Softwareangebote vergleichbar: gleiche Eingaben, Rollen, Ausnahmefälle und dokumentierte Nachweise.