
Softwarevergleich
Teil von Content-Management-Systeme für Marketing
Redaktionsabläufe in CMS-Produkten vergleichen
Einen CMS-Redaktionsablauf anhand einer späten Änderung vergleichen: öffentliche Fassung, Prüfstatus und Veröffentlichung in vier Produkten beurteilen.
Nach der Veröffentlichung wird eine Kampagnenseite geändert. Für die Redaktion zählen dabei drei Punkte: Welche Live-Fassung bleibt sichtbar, wie gelangt die Arbeitsfassung in die Prüfung und welcher Status erlaubt die Veröffentlichung? Drupal beschreibt eine getrennte Live-Fassung und Arbeitskopie, Storyblok feste Freigabestufen und WordPress gespeicherte Revisionen.
Einen gemeinsamen Fall festlegen
Nehmen Sie eine Kampagnenseite mit Überschrift, Text und Termin. Lassen Sie sie erstellen, prüfen und veröffentlichen und ändern Sie danach den Termin. Halten Sie fest, welche Fassung sichtbar bleibt, wie die Änderung geprüft wird und welcher Schritt die Veröffentlichung erlaubt.
Notieren Sie für jeden Übergang den Status und die nötige Handlung. Unterscheiden Sie außerdem zwischen einem standardmäßig verfügbaren Ablauf, erforderlicher Einrichtung und einer Erweiterung. So werden Freigabestufen und Versionshistorie nicht miteinander verwechselt.
Dokumentierte Modelle unterscheiden
WordPress speichert mit dem Revisionssystem jede gespeicherte Entwurfs- oder Veröffentlichungsänderung. In WordPress 7.0 öffnet die Revisionsnummer eine neue Ansicht; dort lassen sich Fassungen auswählen, Änderungen vergleichen und Revisionen wiederherstellen. In WordPress 6.9 oder früher öffnet sie die klassische Ansicht mit einem Vergleich nebeneinander.
Die WordPress-Einstellungsleiste bietet außerdem die Einstellung „Status“ und den Bereich „Status & Sichtbarkeit“. Revisionen belegen damit den Verlauf gespeicherter Änderungen und ihre Wiederherstellung; einen eigenen Übergang in eine Freigabestufe beschreibt dieser Revisionsablauf nicht.
Drupal erweitert die Zustände „unveröffentlicht“ und „veröffentlicht“ durch Workflows. Eine veröffentlichte Fassung kann live bleiben, während eine separate Arbeitskopie geprüft wird. Das Editorial-Workflow wird bei einer Standardinstallation angelegt; für den betreffenden Inhaltstyp muss es zugeordnet und die Berechtigung eingerichtet werden.
Storyblok bietet einen Standardworkflow mit den Stufen Drafting, Reviewing und Ready to Publish. Eine neue Story hat zunächst den Status None; Schreibende bewegen sie über Drafting und Reviewing, und nach der Freigabe gelangt sie zu Ready to Publish. Nur Stories in dieser letzten Stufe können veröffentlicht werden.
Storyblok-Workflows gelten für alle Inhaltstypen und Ordner. Eigene Workflows und Stufen sind den Tarifen Premium und Elite vorbehalten.
Wichtige Funktionen und Zugriffsrechte im Redaktionsablauf
- Workflows für alle Inhalte
- Storyblok: Ja (Standardworkflow)
- Benutzerdefinierte Workflows
- Storyblok: Nur in Premium & Elite (https://www.storyblok.com/pricing)
- AI-automatisierte Workflows
- Contentful: Unterstützt (https://www.contentful.com/help/ai-automations/workflows/creating-a-workflow/)
- Status & Sichtbarkeit
- WordPress: Über Einstellungsleiste (https://wordpress.org/documentation/article/page-post-settings-sidebar/)
Den Ablauf protokollieren
| Handlung | Festzuhalten |
|---|---|
| Entwurf anlegen | Wer sieht ihn und welchen Status hat er? |
| Prüfung anfordern | Wie wird die zuständige Person auf die richtige Fassung aufmerksam? |
| Korrektur verlangen | Bleiben Änderung und Zuständigkeit nachvollziehbar? |
| Veröffentlichen | Welche Fassung wird sichtbar und wer löst den Schritt aus? |
| Später ändern | Bleibt die bisherige Fassung sichtbar und ist eine neue Prüfung nötig? |
Die deutlichste Aussage zur Sichtbarkeit nach einer Änderung liefert Drupal: Während die Arbeitskopie geprüft wird, kann die bisher veröffentlichte Fassung live bleiben. Storyblok bindet die Veröffentlichung an die Stufe Ready to Publish; WordPress speichert Änderungen an veröffentlichten Inhalten als Revisionen, die sich vergleichen und wiederherstellen lassen.


