
Konsolidierung
Teil von MarTech-Konsolidierung
Werkzeuge mit gleicher Kernaufgabe identifizieren
Prüfen Sie bei einem geplanten MarTech-Abbau, welche heutigen Arbeitsfälle ein anderes Werkzeug tatsächlich übernehmen kann.
Soll ein Werkzeug entfallen, prüfen Sie für jeden tatsächlich genutzten Arbeitsfall, ob ein anderes Werkzeug dieselbe notwendige Aufgabe übernehmen kann. Eine ähnliche Funktionsliste genügt nicht. Das Ergebnis belegt, welcher Teil der Arbeit verlagert werden kann und welcher noch keinen Ersatz hat.
Mit dem möglichen Abbau beginnen
Benennen Sie den Dienst, dessen Stilllegung erwogen wird, und den vorgesehenen Zielweg. Fragen Sie die Nutzenden nach abgeschlossenen Fällen aus dem bisherigen Dienst. Erfassen Sie je Fall Auslöser, zuständiges Team, benötigte Eingaben, Ergebnis und die nächste verwendende Stelle. Nehmen Sie mindestens einen wichtigen Änderungs- oder Fehlerfall auf.
Fassen Sie die Aufgabe eng. „E-Mail-Marketing“ kann Versand, Freigabe und Auswertung umfassen. Für die Ablösung zählt, welcher Schritt im bisherigen Dienst stattfindet und künftig wohin wechselt.
Den Ersatz je Arbeitsfall nachweisen
Frage / Festzuhaltender Befund
- Bleibt das benötigte Ergebnis erhalten?
- Zielweg und erwartete Ausgabe
- Können die zuständigen Personen den Fall bearbeiten?
- Erforderliche Rollen und Rechte
- Sind die nötigen Daten verfügbar?
- Felder, Statuswerte und benötigte Historie
- Erreicht das Ergebnis die nächste Stelle?
- Übergabe und betroffene Abhängigkeit
- Was geschieht bei einer Abweichung?
- Korrektur- oder Fehlerweg
Trennen Sie im heutigen Ablauf belegt, für den Zielweg dokumentiert und noch offen. Eine Produktbeschreibung kann eine Funktion nennen, ohne Verfügbarkeit im gebuchten Umfang oder Eignung für benötigte Daten und Rollen zu belegen. Für entscheidende Lücken fordern Sie einen Nachweis im vorgesehenen Angebot oder Ablauf an.
Prüfen Sie kleine Sonderfälle ausdrücklich. Ein Dienst kann für regelmäßige Kampagnen ersetzbar sein und zugleich eine besondere Markenfreigabe tragen. Dann ist die Hauptaufgabe ein möglicher Verlagerungskandidat; die vollständige Stilllegung hängt von der offenen Freigabe ab.
Schritte zur Überprüfung der Ersatzfähigkeit eines Werkzeugs
- Bleibt das benötigte Ergebnis erhalten?
- Können die zuständigen Personen den Fall bearbeiten?
- Sind die nötigen Daten verfügbar?
- Erreicht das Ergebnis die nächste Stelle?
- Was geschieht bei einer Abweichung?
Eine begrenzte Entscheidung übergeben
Halten Sie je Arbeitsfall einen von drei Befunden fest: Zielweg belegt, Zielweg nur unter benannter Bedingung möglich oder Ersatz offen. Nennen Sie den Beleg und die Person, die eine offene Bedingung klärt. Bündeln Sie dann die Fälle zu einer Aussage über den bisherigen Dienst: vollständig ersetzbar, teilweise ersetzbar oder derzeit nicht zur Stilllegung bereit.
Diese Prüfung entscheidet über die fachliche Ersetzbarkeit. Wechselkosten, Vertragsfristen und die kontrollierte Übergabe werden danach gesondert beurteilt.
Vorgehen bei der Prüfung der fachlichen Ersetzbarkeit
- Arbeitsfall identifizieren
- Ersatz für jeden Fall prüfen
- Befund festhalten
- Gesamtbewertung formulieren


