Konsolidierung
MarTech-Roadmaps
MarTech-Änderungen nach Abhängigkeiten, Kampagnenterminen und verfügbaren Nachweisen planen: mit klaren Entscheidungen und Ausweichwegen.
Eine MarTech-Roadmap zeigt, welche Änderung am Marketing-Stack als Nächstes entschieden und eingeführt wird. Sie verbindet fachliche Termine mit Abhängigkeiten, verfügbaren Personen und offenen Nachweisen.
Jede Änderung als Entscheidung erfassen
Nehmen Sie geplante Änderungen auf, sobald ihr gewünschtes Arbeitsergebnis benannt ist. Für jeden Eintrag genügen Ergebnis, Terminbezug, Voraussetzungen, entscheidungsbefugte Rolle und nächster Nachweis. Ist ein Termin noch nicht begründbar, bleibt er offen.
Roadmap-Feld / Frage
- Ergebnis
- Welcher Arbeitsablauf soll danach möglich sein?
- Voraussetzung
- Welche Daten, Freigaben oder Arbeiten werden vorher gebraucht?
- Terminbezug
- Welcher Kampagnen- oder Unternehmenstermin ist betroffen?
- Nachweis
- Woran lässt sich der nächste Schritt beurteilen?
- Ausweichweg
- Wie läuft die Aufgabe bei einer Verzögerung weiter?
Die Erfassung vorhandener Werkzeuge und die Auswahl eines Anbieters sind eigene Entscheidungen. In die Roadmap gehört, wann ihre Ergebnisse benötigt werden und wovon sie abhängen.
Roadmaps unterscheiden sich nach ihrem Gegenstand: ein Projekt von Anfang bis Ende, ein Produkt mit seinen Releases, die tragende Plattform, eine einzelne Anwendung oder die unternehmensweite Einführung einer Technologie. Der Gegenstand entscheidet, welche Vorhaben auf dieselbe Liste gehören.
Bei der Festlegung von Initiativen und Zeitrahmen berücksichtigen Sie Marktentwicklung, Unternehmensziele, Kundenrückmeldungen und technische Randbedingungen.
HubSpot Sales Hub vs. Marketing Hub – Funktionen im Überblick
- Kundenmanagement (CRM)
- Ja (Sales Hub)
- Automatisierte E-Mail-Kampagnen
- Ja (Marketing Hub)
- Lead-Scoring & -Qualifizierung
- Ja (Marketing Hub)
- Zielgruppenanalyse mit Datenintegration
- Ja (Marketing Hub)
- Integrierte Verkaufsprozesse
- Ja (Sales Hub)
Schritte zur Erstellung einer MarTech-Roadmap
- Ergebnis definierenWelcher Arbeitsablauf soll möglich sein?
- Voraussetzungen klärenDaten, Freigaben oder vorherige Arbeiten erforderlich?
- Abhängigkeiten verknüpfenIst ein Ergebnis Voraussetzung für das nächste?
- Termine und Kapazitäten prüfenPassen Projektphasen zu Kampagnen- und Unternehmensterminen?
- Unsichere Annahmen kennzeichnenWird die Funktion angekündigt, belegt oder noch zu bestätigen?
Abhängigkeiten vor Termine setzen
Verbinden Sie Einträge, wenn ein Ergebnis tatsächlich Voraussetzung für das nächste ist. Eine neue Versandstrecke lässt sich beispielsweise erst fachlich beurteilen, wenn die Bedeutung ihrer Eingangsstatus geklärt ist. Trennen Sie solche Voraussetzungen von Verbesserungen, die auch später folgen können.
Planen Sie zunächst den kleinsten Schritt, der eine offene Entscheidung klärt. Das kann eine bestätigte Felddefinition, ein verfügbarer Vertragstermin oder ein begrenzter Prüffall sein. Geben Sie diesem Schritt eine zuständige Rolle und einen Zeitpunkt für die Entscheidung. Erst mit dem Ergebnis lässt sich der nachfolgende Termin festlegen.
Prüfen Sie beim Ergebnis, ob es ohne Vorarbeit erreichbar ist. Soll ein einheitliches Kundenprofil entstehen, kann Identity Resolution verstreute Datensätze über Kanäle hinweg zusammenführen. Als Datenquellen kommen beispielsweise First-Party-Daten aus CRM, Shop oder Umfragen infrage.
Termine und Kapazität zusammen prüfen
Legen Sie die Reihenfolge neben Kampagnenstarts, Freigaben und andere feste Termine. Markieren Sie Phasen, in denen eine Störung besonders folgenreich wäre. Für einen Werkzeugwechsel müssen Vorbereitung, Prüfung, Korrektur und Betreuung während der Umstellung Platz finden. Die nötige Dauer hängt vom betroffenen Ablauf ab.
Kapazität ist ebenfalls eine Voraussetzung. Wenn dieselbe Person Daten vorbereiten, Ergebnisse prüfen und zugleich eine laufende Kampagne betreuen soll, passen Sie Reihenfolge oder Umfang an. Für die Abstimmung eines konkreten Umschaltpunkts mit offenen Kampagnenvorgängen braucht es einen eigenen Wechselplan.
Zeitliche Körnung und Stufen
Begrenzen Sie die Roadmap auf größere Zeitblöcke wie Monate oder Quartale statt auf konkrete Daten. Ordnen Sie Vorhaben den Stufen Jetzt, Als Nächstes und Später zu; die Priorisierung bleibt dann bei Zielen und Strategie statt bei Terminen. Fixe Daten gehören in den Umsetzungsplan, nicht in die Übersicht.
Kurzfristige Taktik und langfristige Ziele stehen in derselben Übersicht. Verschieben sich Prioritäten, wird die Reihenfolge angepasst und erneut abgestimmt.
Unsichere Annahmen kennzeichnen
Unterscheiden Sie bei benötigten Leistungen zwischen für den vorgesehenen Einsatz belegt, noch zu bestätigen und angekündigt. Eine Herstellerankündigung belegt weder Verfügbarkeit im eigenen Angebot noch Eignung für den eigenen Ablauf. Hängt ein fester Starttermin davon ab, halten Sie einen tragfähigen Ausweichweg oder einen späteren Entscheidungspunkt fest.
Auch ein möglicher Unternehmenskauf oder ein neuer Markt kann den Bedarf ändern. Nehmen Sie dafür zunächst den Auslöser und die nötige Prüfung auf. Eine sofortige Zusammenführung von Systemen folgt daraus nicht.
Externe Releasewellen einplanen
Anbieter mit fester Release-Kadenz setzen Terminbezug von außen. Microsoft liefert für Dynamics 365, Power Platform und rollenbasierte Copilot-Angebote zwei Releasewellen pro Jahr: Welle 1 von April bis September, Welle 2 von Oktober bis März. Wer davon abhängt, plant diese Fenster statt eigener Fixdaten.
Für die Welle 1 2026 erschienen die Release-Pläne am 18. März 2026; die Produktionsverteilung begann am 1. April 2026. Die Pläne wurden zusätzlich in elf weiteren Sprachen, darunter Deutsch, ab dem 3. April 2026 veröffentlicht.
Ein Early-Access-Zugang erlaubt, die Aktualisierung vorher in einer Sandbox zu prüfen, bevor sie in die Produktionsumgebung übernommen wird. Dasselbe Wellenmuster gilt für weitere große Aktualisierungen mit abweichenden Daten. Termine unterscheiden sich nach Land und Region; angekündigte Funktionen können ausfallen oder später erscheinen.
Externe Releasewellen von Microsoft Dynamics 365 (2026)
Vorteile und Risiken der Nutzung externer Releasewellen
- Vorteil: Planungssicherheit durch festgelegte Zeiträume
- Microsoft veröffentlicht seine Releasewellen jährlich im voraus.
- Nachteil: Abhängigkeit von Anbietertermine
- Funktionen können ausfallen oder verschoben werden.
- Vorteil: Early-Access-Zugang für Vorab-Prüfung
- Möglichkeit, Updates in Sandbox-Umgebung zu testen.
- Nachteil: Regionale Unterschiede bei Verfügbarkeit
- Termin- und Funktionsverfügbarkeit variiert je nach Land.
Die Roadmap bei Entscheidungen aktualisieren
Legen Sie für jeden Abschnitt fest, wann er weitergeführt, nachgearbeitet oder verschoben wird. Notieren Sie den Grund und die nächste verantwortliche Person. Ändern sich Kampagnentermine, Zuständigkeiten oder belegte Produktleistungen, prüfen Sie zuerst die betroffenen Abhängigkeiten und teilen dann die neue Reihenfolge mit.
Mehrere Teams können dieselbe Roadmap nutzen, jedes Team kann aber auch eine eigene führen. Legen Sie fest, welche Ebene die verbindliche Reihenfolge hält.
In diesem Leitfaden
- Werkzeugwechsel mit Kampagnenplänen abstimmenKampagnentermine, offene Vorgänge und Umschaltpunkt gemeinsam planen, damit beim Wechsel eines Marketingwerkzeugs Zuständigkeiten klar bleiben.
- Angekündigte Funktionen von verfügbaren Leistungen trennenHersteller-Roadmaps einordnen: Status, Angebot, Rechte und Einrichtung klären und für noch nicht verfügbare Funktionen einen Ausweichweg planen.
- Systemänderungen nach einem Unternehmenskauf sicher planenMarketing-Systeme nach einer Übernahme schrittweise ändern: laufende Arbeit sichern, gemeinsame Vorgänge abgrenzen und Datenwege vor einer Zusammenführung prüfen.
- Den Stack gegen künftige Aufgaben überprüfenKünftige Marketingaufgaben als Szenarien prüfen, heutige Grenzen erkennen und bei klaren Auslösern Änderungen am Stack planen.

